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Wie wurde ich Negafa
Schon als kleines Mädchen habe ich mit Begeisterung meiner Oma, die eine der bekanntesten Negafas in Fes war bei Ihrer Arbeit zugesehen. So ist es nicht verwunderlich, dass ich auch diesen Beruf ergreifen wollte.
Aber zunächst erlernte ich den Beruf der Schneiderin und Stickerin in Fes. Nach meiner Ausbildung eröffnete ich in meiner Heimatstadt Fes meine Boutique.
Eine meiner Auftraggeberinnen war natürlich meine Großmutter, für die ich traditionelle marokkanische Hochzeitsgewänder nähte und bestickte.
Eines Tages sprach mich meine Großmutter an, ob ich nicht auch den Beruf einer Negafa erlernen möchte. Ich überlegte nicht lange und war sofort von Ihrer Idee ergriffen.
Fortan war ich auf jeder Hochzeit, die meine Großmutter begleitete dabei. Hierbei erlernte ich die traditionelle Arbeitsweise einer Negafa.
Wie das Leben so spielt, heiratete auch ich und bin auf Grund meiner Hochzeit nach Deutschland gezogen.
Da ich gerne Menschen glücklich mache, wollte auch ich in Deutschland als Negafa für meine Landsleute an Ihrem schönsten Tag im Leben die Begleiterin der traditionellen marokkanischen Hochzeit sein.
Meine Heimatstadt Fes ist bekannt für traditionelle und prunkvolle Hochzeiten. Genau diese Tradition möchte ich mit meiner ganzen Kraft und Liebe dem Brautpaar zur Verfügung stellen.
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